Ausgangslage
Spirituelle Marken sind online ein Drahtseilakt. Zu wenig Atmosphäre wirkt klinisch und distanziert. Zu viel Atmosphäre wirkt kitschig und unseriös. SELA wollte beides nicht — und brauchte eine Site, die Erstkontakt schafft, ohne Erwartungen einzulösen, die das Produkt selbst verfehlen würde.
Dazu kamen pragmatische Anforderungen: zwei Sprachen, klare Anleitung zu beiden App-Stores zum Launch, Performance auch auf älteren Geräten und in schwachem Netz — viele Nutzer öffnen die Site morgens, in einem ruhigen Moment.
Vorgehen
Ich habe die Marke neu kalibriert: zurückhaltende Bildsprache (Naturmotive, gedämpftes Licht), kontemplative Typografie (Serif für Headlines, neutrale Sans für Inhalte), viel Whitespace. Keine Animationen ausser sanften Übergängen, kein Auto-Play-Audio, kein einziger Pop-up.
Die Inhaltsstruktur folgt einem ruhigen Bogen: Was ist SELA — Wie funktioniert es — Für wen ist es — Probieren. Die App-Store-Buttons sind sichtbar, aber niemals aufdringlich. Sie erscheinen, wo sie hingehören.
Technisch habe ich auf Next.js mit ISR gebaut, Bilder als AVIF/WebP, Schriften lokal, alle Drittanbieter-Skripte minimal. Die Site lädt schnell, läuft auch offline kurz weiter (Service Worker für statische Inhalte).
Die i18n-Logik ist einfach gehalten: zwei Routen, geteilte Komponenten, getrennte Inhalte. SEO pro Sprache, hreflang sauber, kanonische URLs eindeutig.
Was konkret entstanden ist
- Kein einziger Pop-up, kein Auto-Play, keine Tracker-Skripte
- Volle DSG-Konformität ohne Cookie-Banner
- Schriftarten lokal gehostet für Datenschutz und Speed
- Sanfte Audio-Previews on demand, niemals automatisch
- Lighthouse-Score 99 auf Performance
Resultat
Die Marke steht bereit für den Launch im November 2026: eine Site, die sich klar von generischen App-Landingpages abhebt und schon vor dem Release Vertrauen und Vorfreude schafft — sie gibt bereits das Gefühl, das die App selbst einlösen will.
Wichtigste Erkenntnis: Die ruhigste Lösung war die richtige.
